Einige Hundemenschen kennen diesen Satz – Ich kann nicht, ich habe einen Hund. Und genau darum soll es heute gehen, um die Einschränkungen mit Hund und die Dinge, die man für den Hund aufgegeben hat. Denn, ein Hund ist kein Kuscheltier das im Bett lebt, sondern ein Lebewesen, dass nicht nur Auslauf sondern auch Zuneigung bedarf.

Ich bin einer der Menschen, die diesen Satz regelmäßig sagen. Ich kann nicht, ich habe einen Hund. Meinen Hund sehe ich nicht nur als Haustier an, sondern als Mitglied meiner Familie und mit meiner Familie möchte ich Zeit verbringen. Jessi ist nicht dafür da das ich mit ihr Gassi gehe und sie

Ehrlich, wieder ein Photo..?

Ehrlich, wieder ein Photo..?

dann „in der Ecke“ lagere. Sie braucht Aufmerksamkeit und Zuneigung. Hinzu kommt, dass ich Berufstätig bin und Jessi einen geregelten Tagesablauf hat/braucht. Oftmals bin ich dann auch länger als acht Stunden aus dem Haus (keine Sorge, Jessi muss dann nicht in die Wohnung pinkeln, sondern wird von unserer Nanny abgeholt) und dann gehe ich Abends nicht mehr weg. Mich persönlich stört das nicht. Ich genieße dann die Zeit gemütlich auf meiner Couch mit meinem Partner oder mit Jessi in ihrem Körbchen.

Oft kommt es auch vor, dass wir zu Einladungen oder Veranstaltungen etwas später kommen, weil wir erst noch Gassi müssen. Sonst endet der Abend viel zu früh, weil Jessi raus muss. Und ein spontaner Tagesausflug geht schon mal gar nicht. Wenn Jessi mit kann, okay. Aber in einen Freizeitpark, zum Beispiel, kann sie nicht mit. Und was machen ich dann mit ihr? Wer ist bei ihr, füttert sie und geht mit ihr Gassi? Sicher, im Notfall habe ich Freunde und ja auch unsere Nanny. Aber ich fühle mich schlecht, Jessi jemand anderem auf’s Auge zu drücken. Erstens, weil es mit ihr eben nicht mehr so einfach ist, zweitens, weil ich mich ihr gegenüber schlecht fühle und drittens, warum bräuchte ich dann einen Hund, wenn ich ihn ständig weg gäbe? Genauso kann ich nicht mal eben länger weg bleiben, ich muss dann immer gucken, dass jemand im Notfall mit Jessi Gassi gehen könnte.

Ich hoffe, nein eigentlich bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass ich nicht alleine bin mit meiner Aussage. Als Hundemensch übernimmt man nicht nur Verantwortung, man stellt sein Leben um, passt sich aneinander an und gibt etwas seiner Freiheit ab. Ich möchte nicht sagen, dass mich das belastet. Natürlich würde ich gerne mal ohne auf die Uhr zu schauen weg fahren oder an einem Sonntag nicht um dsc_4144sechs Uhr hoch müssen, aber ich mache es auch gerne. Ich habe mich dazu entschieden und das sind Dinge, die dazu gehören. Und dann gibt es halt ab und zu mal den Satz Ich kann nicht, ich habe einen Hund. Und der gehört zu meiner Familie, wie mein Partner.