11 Jul

Heute möchte ich euch etwas ganz besonderes erzählen. Wer uns vielleicht bei Facebook verfolgt hat schon mitbekommen, dass es Neues aus Jessis Vergangenheit zu erzählen gibt.  

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über einen Ausschnitt aus ihrer Vergangenheit berichtet. Wer den noch nicht kennt oder noch mal lesen möchte, der kann das gerne hier

Am vergangenen Samstag traf ich Abends die selbe Frau, mit der ich schon einmal über Jessi gesprochen habe. Und nun erzählte sie weiter. Es ist leider doch nicht alles so schön gewesen, wie ich zu erst dachte. 

 

 

Jessi lebte im Tierheim. Sie sollte eingeschläfert werden, weil sie schwierig ist und nicht sich nicht mit jedem Hund gut versteht und keiner konnte mit ihr umgehen.  Dann kam eine Frau, nennen wir sie Petra, nahm Jessi bei sich  auf und schenkte ihr ein schönes Leben. Sie hatte einen Schrebergarten in den sie Jessi immer mit nahm und mit ihr Fußball spielte. Petra kam gut mit Jessi klar, fing an mit ihr an ihren Problemen zu arbeiten und schenkte ihr Liebe. Aber Petra wurde krank und starb innerhalb eines halben Jahres (wie lange Jessi da schon bei ihr war, weiß ich leider nicht). Jessi kam dann zu ihrem Sohn, nennen wir ihn Hans. Hans kümmerte sich nicht gut um Jessi, er schlug und trat sie, ließ sie neben den Boxen schlafen wenn die Musik laut aufgedreht war und scherte sich nicht um ihre Gesundheit. Einmal jaulte sie so laut, als sie verprügelt wurde, dass die Nachbarn die Polizei riefen. Aber unser Freund und Helfer schritt nicht ein. Von ihm kam sie dann zu meiner Bekannten und dann zu mir. 

 

Ich war ehrlich fertig an dem Abend. Es ist mir so unverständlich, wie man ein Wesen, egal ob Mensch oder Tier, so behandeln kann.  Ich wollte, und möchte immer noch am Liebsten, Jessi auf den Arm nehmen und nie wieder los lassen. Wenn ich mir vorstelle, dass jemand sie getreten hat, dann kommen mir die Tränen. Ich bin kein Freund von Selbstjustiz, aber solchen Menschen möchte ich gerne mal zeigen, was sie den Tieren antun. 

 

Es fällt mir schwer, die Zeilen zu schreiben, denn mir stellt sich immer wieder diese eine Frage nach dem Warum. Wie kann ein Mensch so grausam sein? Kein Lebewesen kann etwas dafür, dass es lebt. Und ich möchte Jessi gerne trösten, für das was war und möchte, dass sie das vergisst und nie wieder Angst haben muss. 

 

Ich denke heute hat Jessi es gut bei mir. Ich gebe mein Bestes um sie glücklich zu machen und ich gebe ihr so viel Liebe und Zuneigung, wie ich nur kann. Ich denke jeder, der ein geliebtes Haustier oder ein Kind hat, kann das verstehen. Ich möchte gut machen, was andere kaputt gemacht haben…