14 Jun

 

Als Hundebesitzer kennt man das: man kommt nach der Arbeit Hause und die geliebte Fellnase kommt mit wedelnder Rute auf einen zugelaufen. Welch eine Freude! So auch Jessi am Samstag. Aber irgend etwas stimmte nicht so ganz. Jessis Rute war kaputt…

Sie wedelte und wedelte, aber nur mit  ca 5cm ihrer Rute, der Rest hing schlaff herab, bewegte sich nur den Schwung. Panik! Also habe ich erstmal ihre Rute abgetastet. Starke Schmerzen schien sie nicht zu haben, außer wenn ich genau an dem Knick angefasst habe, da zuckte sie etwas zusammen. Ansonsten hat es sie nicht gestört. Sie hat sich ganz normal bewegt, gefressen und Pipi Kacka gemacht. 

An dem Knick jedoch war ein kleiner Gnubbel zu spüren, der ist allerdings schon etwas länger da. Da es schmerzlich nicht akut zu sein schien, entschied ich erst Sonntag zum Tierarzt zu fahren. Allerdings klappte das nicht, also erst Montag. Im Ernstfall wären wir dann halt zur Tierklinik gefahren.

 

Natürlich dachte ich als erstes, sie hätte sich ihre Rute gebrochen. Aber zum Glück, und das hat meine Tierärztin mir auch nochmal mehr als deutlich gesagt, brechen Knochen nicht so einfach * räusper * Aber Frauchen weiß ja nie.. 😉 Also gingen wir dann gestern Morgen zum Tierarzt und ich erzählte ihr meinen Verdacht. „Wie ist denn das passiert?“ „Das kann ich leider nicht sagen. Als ich von der Arbeit kam, war sie schon kaputt.“ „Wisse, Sie, was man bei einer gebrochenen Rute macht?“ „Nein.“ „Wir können es nicht schienen und auch keinen Gipsverband machen. In den meisten Fällen, wenn sie denn mal brechen, müssen Ruten von alleine heilen, weil man nicht viel machen kann. In den schlimmsten Fällen, muss man die Rute amputieren. Wir röntgen jetzt erstmal, um zu sehen wie schlimm es wirklich ist. Ich glaube nicht, dass das gebrochen ist.“ Sie hat Jessis Rute vorher nochmal abgetastet und dann haben wir sie geröntgt. Auf dem Röntgenbild gab es dann tatsächlich Entwarnung. Es war deutlich zu sehen, dass alle Knochen an Ort und Stelle sind und nichts gebrochen ist. Auch ihre Hüfte ist alters entsprechend gesund und keine Anzeichen für Arthrose. Für den „Knick“ in Jessis Rute sorgt eher der Gnubbel. Er sitzt genau auf dem Gelenk und drückt es runter. Woher dieser kommt, kann man nicht genau sagen. Es könnte ein alter Stich eines Tieres sein, eine alte Verletzung oder auch durch zu heftiges Wedeln an dem Türrahmen… 😉 Es ist nichts gefährliches. Es kann gut angehen, dass die Beule in den nächsten Tagen aufplatzt oder sie bleibt. So lange es nicht schlimmer wird und Jessi mehr Schmerzen hat, kann alles so bleiben wie es ist. 

 

Wir haben keine Medikamente bekommen, aber Jessi geht es in den letzten Tagen schon besser und ich kann ihre Rute ohne Probleme anfassen. Es besteht die Möglichkeit, dass ihre Rute abgeknickt bleibt wenn die Beule nicht aufgeht. Sie zu öffnen ist nur dann nötig, wenn sie Schmerzen leidet oder es noch schlimmer wird. 

 

Als Entschädigung gab es gestern natürlich ganz viel zu Naschen und heute noch etwas Spielzeug. Wozu ich das gekauft habe, weiß ich allerdings nicht. Jessi spielt nicht, außer mal mit Bällen 😀