15 Feb

 

Heute war es so weit, wir waren endlich beim Tierarzt und keine Krankheit kam uns dazwischen 😉 Aber was wollten wir denn eigentlich jetzt schon wieder da? Eigentlich wollte ich Jessi nur um ein Wehwehchen erleichtern. Davon hat sie ja ein Paar mehr. Falls ihr wissen wollt, was genau, könnt ihr das hier nochmal nachlesen.

Eine von ihren Warzen ist mittlerweile leider so groß geworden, dass sie unendlich stört. Sie sitzt nur ein paar Zentimeter ĂŒber den Zitzen und kommt deswegen nicht zur Ruhe. Am Anfang war das kein Problem, war ja nur ein wenig grĂ¶ĂŸer als eine Rosine. Aber im letzten halben Jahr wurde sie immer grĂ¶ĂŸer, misst in der LĂ€nge mittlerweile gut 5cm… (Ein Bild erspare ich euch lieber…) Ich habe immer darauf geachtet, dass ihre Warzen sauber sind und nicht krusten und somit jucken. Tja, aber die fing an richtig zu stören. Dadurch das sie so unglĂŒcklich sitzt, ist Jessi stĂ€ndig dabei. Sie wird dreckig und juckt und sie liegt darauf. Und Jessi schleckt sich dann so in Rage, dass sie alles um sich herum vergisst, bis es blutet. Dann muss Frauchen zur Krankenschwester mutieren, die Blutung stillen, sĂ€ubern und behandeln… Aber das wurde mir zu bunt, weil es immer schlimmer wurde.

 

Also auf zum Tierarzt! (Mal wieder…) Nachdem zwei Termine ja leider ausfielen, fand der heute statt. UrsprĂŒnglich wollte ich, dass die Warze unter örtlicher BetĂ€ubung entfernt wird, eine Vollnarkose in ihrem Alter ist mir zu riskant. Hab der Ärztin dann auch alles so erzĂ€hlt wie ich mir das gedacht hab und wir mir auch eigentlich ganz sicher, dass das so alles funktioniert. MEEEP! Fehlanzeige… Die Warze sitzt so unglĂŒcklich, dass eine örtliche BetĂ€ubung nicht in Frage kommt. Sie mĂŒsste so viel heraus schneiden, dass sie an die GefĂ€ĂŸe kommt und das wĂŒrde zu sehr bluten fĂŒr eine örtliche. Da fĂŒhlte ich mich schon wie vor den Kopf geschlagen. Also wĂŒrde nur noch die Vollnarkose bleiben. Herz-Kreislauf ist krĂ€ftig genug dafĂŒr. Aber da hört es auch auf.

Jessis Leber ist nicht mehr gesund genug. Der AP Wert ist einfach zu schlecht, er liegt bei 157, statt bei 108. In der Leber werden die Narkotika abgebaut und wenn die Leber stark beschĂ€digt ist, kann es sein das sie die nicht richtig abbauen kann und Jessi somit nicht mehr aufwachen wĂŒrde. Das wĂ€re das Schlimmste fĂŒr mich! Und was jetzt? Eine Möglichkeit gibt es noch. Eine Art KĂ€ltetheraphie. Ähnlich wie bei uns Menschen, wenn wir eine Warze haben. Aber eben nur Ă€hnlich. (Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte hier nicht weiter lesen.)

 

Die Warze wird mit einem Faden abgebunden, Ă€hnlich wie beim Kopieren von Ruten… Dann wird mit einem Stickstoff Stift die Warze vereist. Je nachdem, wie hartnĂ€ckig die Warze ist, dauert die Behandlung 3 – 5 Wochen. Sie fault dann langsam ab. Wir mĂŒssen dann einmal in der Woche hin zum „eineisen“.

Das ist zwar nicht gerade das, was ich mir vorgestellt habe, aber fĂŒr Jessi auf lange Sicht besser als weiter mit der Warze leben zu mĂŒssen. Das Ende ist dann absehbar und ich muss mir nicht mehr jedes Mal ihr Schnattern anhören, wenn sie sich auf die Seite legt. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass es recht schnell und „sauber“ geht. Mittwoch geht es los.