09 Mai

 

Mittlerweile findet man sie in jeder größeren Stadt und auch in Kleinstädten gibt es sie immer häufiger. Die Rede ist von Hundepensionen. Aber sind die Heime auf Zeit wirklich immer so gut wie angepriesen und kann dort wirklich immer genau auf das Bedürfnis jedes einzelnen Hundes eingegangen werden? Ich habe mal ein wenig im World wide Web recherchiert und mich mit Hundepensionen in Verbindung gesetzt.

 

Hundebesitzer kennen das –  wer würde nicht gerne in den Urlaub fahren oder gar fliegen, aber oftmals kann man den Vierbeiner nicht einfach so mit nehmen. Das kann verschiedene Gründe haben z.B. ist das Fliegen mit Hund mit großem Aufwand verbunden. Die Tiere werden mit Medikamenten ruhig gestellt und in Transportboxen im Frachtraum des Fliegers verstaut. Für das Tier bedeutet das oft enormen Stress und, ich denke ich rede nicht nur für mich, für die Besitzer genauso schlimm.

Wer also seinen Hund nicht mit nehmen kann oder möchte, dem bleibt oftmals nur die Hundepension. 

 

Man hört leider viel Schlechtes, dass sich zum Bespiel nicht vernünftig um die Hunde gekümmert, auf ihre Bedürfnisse eingegangen oder Medikamente nicht gegeben werden. Das wollte ich mal genauer wissen und habe mich mit Hundebesitzern und Hundepensionen unterhalten und jeweils eine Seite für euch zusammen gefasst.

 

Leider schlechte Erfahrungen machte Victoria mit ihrem Beagle Timmy.  Bei der ersten Pension wurde Timmy für den Aufenthalt (zwei  Tage) nicht in ein gemütliches Zimmer, wie angepriesen, gesteckt, sondern kam in einen gefliesten Raum und wurde an beiden Tagen nicht Gassi geführt weil es regnete, ebenso durfte er nicht mit den anderen toben. Bei der zweiten Pension wurde Timmy krank, das kann ja schon mal passieren, aber Victoria wurde weder angerufen, noch wurde der Tierarzt angerufen, obwohl das abgesprochen war. Es wurde so lange gewartet, bis er abgeholt wurde (Aufenthalt 6 Tage). Bei der dritten Pension wurde er mitten im Wald abgeleint, obwohl das ausdrücklich untersagt wurde, weil er bei Wild nicht abrufbar ist und auf Fremde nicht reagiert in solchen Situationen.

 

Ich habe gehofft, dass nicht alle Pensionen so schlecht sind und habe mich mit einigen aus der Umgebung in Verbindung gesetzt. Leider war jedoch nur Silke Nielsen – Boyens von Hundepension Hemmerwurth bereit, meine Fragen zu beantworten. Die anderen haben entweder gar nicht geantwortet oder wiesen mich sehr unfreundlich zurück. Ich finde, das lässt tief blicken…

 

Für Silke und ihre Pension ist es sehr wichtig, dass Hund und Besitzer vorher einmal vorbei schauen, damit sich jeder von dem Gegenüber ein Bild machen kann. Sollte der Hund total unsozial sein, wird er nicht aufgenommen. Der Auslauf ist 700m² groß und geschlafen wird im Haus. Die Hunde schlafen in kleinen Rudeln, so wie sie sich am Besten verstehen. Kranke Hunde und läufige Hündinnen werden mit besonderer Vorsicht und Aufmerksamkeit behandelt. Fall nötig wir die Gabe von Medikamenten übernommen und zwar so genau, wie auch zu Hause. 1-3 mal am Tag wird Gassi gegangen, bei großer Hitze natürlich keine Runden in der Mittagssonne.

Es wird bevorzugt, wenn jeder Hund sein Futters selbst mit bringt, da nicht jeder die Umstellung verträgt, ansonsten kann man hier für 1€ am Tag Futter von Belfor bekommen. Bei Nachfrage können die Hunde auch gebarft werden, was natürlich mehr Unkosten mit sich führt. 

 

Auf der Website von der Pension kann man im Gästebuch stöbern und es wird deutlich, dass die Besitzer der Vierbeiner bisher sehr zufrieden waren und die Tiere sich dort wohl gefühlt haben.

 

Leider hört man mehr Schlechtes über Hundepensionen als Gutes. Das führt die ehrbaren und guten Pensionen oftmals in Verruf und macht es ihnen oft von Anfang an schwer, Fuß zu fassen und zu beweisen, dass nicht alle schwarze Schafe sind. Und sicherlich ist es auch nicht einfach, die richtige Pension für den geliebten Vierbeiner zu finden. Man sollte sich schon genau informieren und lieber vergleichen, als die erste zu wählen.

 

Für mich persönlich kommt eine Hundepension nur dann in Frage, wenn ich wirklich keinen anderen Ausweg mehr weiß. Nicht, weil ich kein Vertrauen hätte, sondern eher das etwas schief gehen könnte, wofür niemand was kann. Ich hätte keine ruhige Minute im Urlaub 😀