01 Apr

 

Am Ostermontag waren wir wieder im Hundewald unterwegs. Soweit, so gut. Alle Hunde laufen da frei rum und sind im Normalfall auch verträglich mit anderen Hunden. Natürlich gibt es, wie bei uns Menschen auch, auch mal einen Hund, der den großen Macker markieren will. Dann wird kurz geknurrt und gebellt und dann ist meistens alles wieder in Ordnung. Meistens.

Dieses Mal leider nicht so ganz. Jessi und der fremde Hund rannten auf einander los, bellten, schnüffelten. Bis hierhin auch noch alles gut. Aber dann knurrte der fremde. Auch noch okay. Das Problem ist nur, wenn Jessi dem Fremden nicht genau ins Gesicht sieht, dann bekommt sie es nicht mit. So wohl auch hier. Leider kam ich nicht schnell genug zu den beiden hin um die Situation genau mitzubekommen. Und schon war es so weit: Die zwei hatten sich in den Haaren. Und wenn man in einem Rudel unterwegs ist, dann hilft das Rudel auch und so war Bella schneller dazwischen als wir gucken konnten. Die drei auseinander zubekommen war gar nicht so einfach. Ich bekam Jessi nicht am Halsband zufassen, schnelle alte Dame…, und der andere war zu flink und windig. Als ich Jessi endlich zufassen hatte, schmiss ich meine Leine auf den Boden, damit auch der andere Hund von uns abließ. Die Situation war schneller zu ende als ich gucken konnte. Weder Jessi noch dem anderen Hund ist etwas passiert, zum Glück. Der Besitzer und ich haben kurz gesprochen, unsere Hunde angeschaut und sind dann weiter gegangen.

 

Zum Glück ist alles gut ausgegangen, es hätte ganz anders ausgehen können. Natürlich saß der Schock im ersten Augenblick tief. „In freier Wildbahn“ leine ich Jessi sofort an, wenn ein fremder Hund an der Leine uns entgegen kommt. Zumal sie ja sowieso meistens mit Leine läuft. Daher ist es natürlich umso schöner, wenn sie im Wald ohne laufen kann. Aber in Zukunft werde ich mich mehr in ihrer Nähe aufhalten, wenn andere Hunde auf uns zu kommen. Ich kann sie ja leider nicht abrufen.