09 Dez

Immer mal wieder lese ich, das Routine bei Hunden wichtig ist, was den Tagesablauf angeht und die Gassirunden. Aber fast genauso oft lese ich, dass man Abwechslung in den Alltag bringen soll. Sowohl beim Tagesablauf, als auch bei den Gassirunden. Ja, was denn nun?

Für uns ist die Routine zu einem wichtigen Bestandteil des Alltages geworden. Wir gehen (fast) jeden Tag immer zur gleichen Zeit, mit den gleichen Hundekumpels die selben Runden. Das hat sich langsam so eingeschlichen, weil alleine macht es ja nicht immer so viel Spaß, vor Allem, wenn es Mistwetter ist… 😉 Außerdem passt das besser zu unserem Berusfleben.

Morgens gehen wir so zwischen halb neun, neun aus dem Haus, sind etwas unter einer Stunde unterwegs. Am Nachmittag wird Jessi ja meistens mitgenommen, weil ich arbeiten bin und mein Partner auf Montage, dann ist es meistens so gegen zwei, die selbe Runde. Manchmal wird Jessi aber auch mitgenommen anders wo hin, dann ist sie natürlich länger weg 😉 Und Abends gehen wir immer um halb neun, etwa eine halbe Stunde. Drei mal Gassi am Tag, das ist das Optimum für Jessis und meinen Alltag. Das hält sie super durch ohne sich ins Fell zu machen. Natürlich gibt es auch Kopfbeschäftugung wenn ich weg bin, sie soll sich ja nicht langweilen.

 Tja, aber manchmal bereue ich unsere Routine auch. Wenn ich mal früher anfangen muss, dann gehe ich schon um acht mit ihr, alleine. Das passt ihr so gar nicht in den Kram. Alleine gassi gehen? Frauchen spinnst du? Etwa so werde ich dann angeschaut. Sie läuft dann immer ganz langsam, schnüffelt extra lange und hat allgemein einfach keine Lust. Außer wir haben etwas besonderes vor, wie den Wald oder den Wochenmarkt – dann interessiert sie das auch nicht 😉

Aber ich muss sagen, dass wir die Routine brauchen, damit wir ins unserem Alltag gut zurecht kommen. Das heißt aber nicht unbedingt, dass ich damit so zufrieden bin, wenn ich sehe, dass Jessi keine Lust mehr hat alleine zu laufen. Da hätte ich vielleicht von Anfang an anders mit umgehen müssen, aber hinter ist man erst immer schlauer … 😉 Jessi wird auch oft ungeduldig, wenn ich mal eine viertel Stunde später von der Arbeit komme, dann höre ich sie vor der Tür weinen. So richtig wehleidig, als würde sie gleich verhungern, armer Hund. Zum Glück ist das nicht so laut 😀

Routine finde ich persönlich nicht schlimm. Aber es sollte nicht zu eintönig werden und auch nicht zu viel, das bekommt, so denke ich, weder Vier – noch Zweibeiner wirklich gut.