18 Jan

Um Jessis Vergangenheit ranken sich ja so leider einige Gerüchte und Behauptungen. Jeder schob dem Anderem etwas zu und keiner hatte  Schuld. Irgendwie war das ja schon alles ein  Wenig komisch… Und heute morgen haben wir dann eine  nette Frau getroffen…

 

Sie sah Jessi an und fragte mich: „Ist das Jessi? Sie sieht aus wie eine Jessi, die ich kenne.“ „Ja“, habe ich geantwortet, „das ist Jessi.“ Sie erzählte mir woher sie Jessi kannte. Ihr damaliges Frauchen hatte einen Schrebergarten neben ihrem. Sie hat gerne Fußball und mit anderen Bällen gespielt. Dann wurde ihr Frauchen krank und musste sie verlassen. Wann das genau war, hat sie nicht gesagt. Sie erwähnte nur, dass Jessi gegen Ende ihrer Zeit bei ihrem Frauchen, nicht mehr so gesund aussah. Dann kam sie zu dem Sohn, der sie dann an meine Bekannte weiter gab, diese wiederum an mich.

 

Was genau in der Zwischenzeit mit Jessi passiert ist kann ich leider trotzdem nicht sagen. Lediglich das es wohl nicht sehr zu ihrem Besten war. Ihre Gesundheit war in schlechtem Zustand, ihr Fell stumpf. Langsam kehrte die Freude in ihre Augen zurück, das Glück. Sie hatte sichtlich mehr Spaß an allem, fing sogar an, hundetypische Ansprüche zu stellen.

 

Wenigstens können wir mit Sicherheit ausschließen, dass sie im Keller oder im Zwinger gelebt hat. Das ist schon ein angenehmeres Gefühl. Ich will nicht sagen, dass ich damit jetzt glücklicher bin, aber dennoch zufriedener, denn ihr ging es die meiste Zeit in ihrem Leben gut.