24 Nov

 

Am letzten Samstag stand wieder ein wenig Abwechslung auf dem Plan: Wir sind mit Fahrrad zu Schwiegermutti in Spe gefahren, dann zu Fuß auf den Wochenmarkt und am Nachmittag noch eine Runde Gassi in der fremden Umgebung und wieder nach Hause. Eigentlich nichts Großes oder Ungewöhnliches. Aber das war wohl doch zu viel für Jessi…

Eigentlich ist sie ja ganz fit für ihr Alter und lässt sich ja auch nicht so schnell unterkriegen. Aber am Samstag mussten wir deutlich feststellen, dass sie eben doch älter wird.

Eigentlich wollte ich das Fahrrad nur mit nehmen, wegen des Krams. Aber Jessi war völlig aus dem Häuschen, total aufgeregt und wollte unbedingt los. Nachdem sie dann ihr Geschäft erledigt hatte, fuhr ich dann doch. Ihr Grundtempo ist so  fix, das ich langsam nebenher fahre. Weit ist es nicht, drei Kilometer, höchsten vier. Sie orientiert sich gut am Vorderreifen und bleibt auch fast nie stehen – fast. Und das wird es wohl auch so anstrengend machen, dass sie im Tempo konstant bleibt. Tja und so waren wir dann Recht schnell an unserem Ziel. Es gab dann noch eine kurze Verschnaufpause und dann ging es zum Wochenmarkt. Hin und rück machte das auch noch mal drei Kilometer. Wir brauchten ja nicht lange, wussten, was wir brauchten. Wetter war ja auch nass…

Am Nachmittag wollte ich eine kleine Runde gehen und Schwiegermutti kam mit. Schnell wurde dann aus der kleinen Runde dann eine Große und beim letzten Stück war schon zu merken, dass sie nicht mehr so konnte, wie sie wollte. Sie lief langsamer und ohne Elan. Als wir dann wieder zu Hause waren, musste ich sie beim Treppensteigen stützen. Und als

es am Abend wieder Heim ging, war sie völlig fertig. Ich musste noch weiter, also musste mein Freund mit ihr Heim gehen. Sie war so erschöpft, dass er sie die Treppe runter tragen musste und in einem sehr langsamen Tempo heim.

Am Sonntag war davon nichts mehr zu sehen. Jessi war mopsfidel wie eh und je. Zusätzlich zu ihrem Alter, schätze ich, hat das Wetter eine große Rolle gespielt. Erst war es nasskalt, was ihr eh nicht gut bekommt, und dann wurde es kalt. Trocken kalt, der Frost kam. Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich ihr nicht vielleicht zu viel zu zumute. Samstag hätte ich mich gerne selbst geschallt, dass ich so viel erwartet habe von ihr. Aber wenn ich dann sehe, dass wir zwei Stunden im Wald sind oder sie dem Ball hinter her rennt wie eine blöde, kann ich nur den Kopf schütteln. Ich denke es ist eben wie bei älteren Menschen. Alles Tagesform abhängig! Mal besser, mal schlechter. Ich hoffe nur, die Besseren bleiben uns noch etwas erhalten… 🙂