18 Sep

Ein heikles Thema, wie ich persönlich finde. Ich bin nicht der Meinung, man muss seinen Hund ständig in irgendwelche Mäntelchen oder Shirts stecken. Aber dennoch sollte man darauf achten, dass es dem Tier gut geht. Friert zum Beispiel ein Hund im Winter oder bei starkem Regen schnell, so sollte gehandelt werden. So auch bei uns! Jessi hat zwar sehr dickes Fell, aber sie ist eben nicht mehr die Jüngste. Klar, es sind Hunde sie haben ihr Fell und es hat auch seinen Zweck. Aber wenn es im Ruhezustand, bei Nässe nicht mehr wärmt, dann ist es schlecht.

Ich möchte aber, dass es ihr gut geht und nicht, dass ihr Gesundheitszustand verschlechtert, weil sie frieren muss. Wir haben fast nur Laminat in der Wohnung oder Fliesen, mit Hund super praktisch!, aber nicht, wenn Hund alt ist und sich weigert, nass ins Körbchen zu gehen. Sie legt sich dann immer auf das Laminat. Weder ins Körbchen noch auf eine ihrer Decken. Selbst wenn ich sie ordentlich abrubbele mit dem Handtuch ist sie immer noch etwas nass, man bekommt die Tiere ja nie ganz trocken… Also ist das Resultat das Jessi friert. Besonders im Winter, wenn dann noch die Kälte von unten hochsteigt, dann zittert sie manchmal wie Espenlaub. Und dann habe ich mich auf die Suche nach einem Bademantel gemacht. Er sollte bequem sein, funktional und selbstverständlich hübsch 😉 Also haben wir uns bei www.wunschkind-store.de einen schneidern lassen. Jessi ausgemessen, Stoffe ausgewählt und schon war das Päckchen da. Gestern haben wir dann den ersten Praxistest gemacht. Es war zwar nicht kalt, aber wir sind nass bis aufs Unterfell geworden.

Und siehe da – der Mantel erfüllt seinen Zweck! Das Frottee in der Innenseite trocknet und wärmt Jessi und der Baumwollstoff außen hält zusätzlich warm. Jessi war recht schnell trocken gestern. Es war ihr auch egal, dass sie etwas an hatte. Sie hat sich normal damit bewegt, gefressen, geschlafen und auch auf den Rücken gedreht. Gut, bei Jessi gab der Klett bei ihren Verrenkungen nach, aber sie soll damit ja auch nicht draußen spielen, sondern sich aufwärmen 😉 Und sie schläft damit. Das war mein größtes Bedenken. Sie soll sich damit ja wohlfühlen und nicht beengt oder unwohl fühlen. Für mich ist es auch immer noch ungewohnt, meinem Hund etwas anzuziehen. Aber man gewöhnt sich daran und wenn ich sehe, dass es ihr nichts ausmacht, ist es umso besser.  „Aber das ist ein Hund, der stammt doch vom Wolf ab, der braucht sowas nicht!“ Na klar, wir haben ja auch einen gemeinsamen Vorfahren mit dem Affen. Wo ist dann unser Fell? 😉 Klar, stimmt nicht ganz. Aber mal ehrlich. Wenn unsere Großeltern bei 25 Grad in der Wohnung frieren, dann sagen wir ja auch nicht „Du bist ein Mensch, es ist schon warm hier, du bekommst keine Decke.“ Man muss das von Fall zu Fall, pardon von Hund zu Hund, sehen. Wenn es dem Hund gut geht und seine Gesundheit nicht gefährdet ist, braucht er ja auch keine Kleidung.

 

Wir sind auf jeden Fall sehr froh, uns für einen Bademantel für Jessi entschieden zu haben. Schließlich soll sie ja noch ein paar Jahre bei uns leben dürfen 🙂